Die alte PinakothekDie Alte Pinakothek liegt im Stadtviertel Maxvorstadt in München gegenüber der Neuen Pinakothek und in direkter Nähe zur Pinakothek der Moderne. Das 1836 eröffnete Kunstmuseum zeigt unter anderem Gemälde des Mittelalters bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Alte Pinokothek gehört zu den bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt und ihre Werke sind Teil der Bayrischen Staatsgemäldesammlung.

Zur Bauzeit war die Alte Pinakothek der größte Museumsbau der Welt und durch den Einsatz von Oberlichtern auch bautechnisch ein Fortschritt. Der Bau fand deshalb viele Nachahmer, unter anderem für Galerien in Rom, St. Petersburg und Kassel.

Alte Pinakothek – Geschichte

Die Geschichte der Alten Pinakothek in München beginnt in Mannheim, mit der Gründung der Mannheimer Galerie durch Kurfürst Karl Philipp. Diese wurde beständig erweitert unter anderem mit Rembrands „Heilige Familie“. 1793 wurde die Sammlung vor den anrückenden französischen Truppen von Mannheim nach München gebracht. Napoléon Bonapoarte Raubzug verkleinerte die Sammlung dann beträchtlich. Nur 27 der vielen damals beschlagnahmten Bildern gelangten wieder nach München zurück. König Ludwig I. von Bayern, selbst leidenschaftlicher Sammler altdeutscher Bilder und Werke der italienischen Renaissance, beschloss zur Volksbildung beizutragen und die Sammlungen erstmals öffentlich zu zeigen. Zu diesem Zweck ließ er seinen Architekten Leo von Klenze ein Museumsgebäude, die heutige Alte Pinakothek, bauen. Nach der Eröffnung 1836 wurden nur noch vereinzelt Meisterwerke zur Sammlung hinzugekauft. 1852 wurden sogar 1000 Werke, darunter auch „Anna Selbdritt“ von Albrecht Dürer, versteigert.

Die Kriege überstanden die Werke ohne Verlust, da sie bereits vorher ausgelagert wurden. Dies war eine gute Entscheidung, denn vor allem der Mittelteil des Gebäudes wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erst von 1952 bis 1957 wieder aufgebaut. 1988 beschädigte ein verwirrter Besucher mehrere Meisterwerke Dürers mit einem Säure-Attentat. Diese mussten anschließend jahrelang aufwendig restauriert werden.

Alte Pinakothek – Sammlungen

Über 700 Gemälde sind in den 19 Sälen und 47 Kabinetten der Alten Pinakothek ständig ausgestellt, dazu kommen Wechselausstellungen aus der mehrere tausend Bilder umfassenden Sammlung. Die Sammlung der Werke untergliedert sich in folgende Bereiche:

  • Deutsche Malerei des 14. Bis 17. Jahrhunderts
  • Altniederländische Malerei des 14. Bis 16. Jahrhunderts
  • Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts
  • Flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts
  • Italienische Malerei des 13. bis 18. Jahrhundert
  • Französische Malerei des 17. Und 18. Jahrhunderts
  • Spanische Malerei des 16. Und 17. Jahrhunderts.

Die Sammlungen der Alten Pinakothek umfassen unter anderem die folgenden Werke:

  • „Die vier Apostel“, Selbstbildnis im Pelzrock“, „Hans Baldung Grien“ von Albrecht Dürer
  • „Martyrium des hl. Sebastian“ von Hans Holbein
  • „Selbstbildnis“, „Die heilige Familie“ und „Kreuzabnahme“ von Rembrand
  • „Der Höllensturz der Verdammten“, „Das Große Jüngste Gericht“, „Das Kleine Jüngste Gericht“ und „Löwenjagd“ von Peter Paul Rubens
  • „Abendmahl“ von Giotto
  • „Madonna mit der Nelke“ von Leonardo da Vinci
  • „Beweinung Christi“ von Sandro Botticelli

Öffnungszeiten:

Täglich: 10.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstags: 10.00 bis 20.00 Uhr
Montags geschlossen!

Preise:

Erwachsene: 7 Euro
Ermäßigt: 5 Euro
Sonntagseintritt: 1 Euro

Adresse:

Alte Pinakothek
Barer Straße 27
80333 München

Tipp: Für alle Kunst-Interessierten gibt es das Tagesticktet. Mit diesem kann jeder Besucher für 12 Euro alle drei Pinakotheken, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack gemeinsam besuchen.

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