Das Deutsche MuseumDas Deutsche Museum in München, dessen offizieller Name „Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“ lautet, ist weltweit das größte naturwissenschaftlich-technische Museum und befindet sich auf der Museumsinsel nahe der Isar.

Insgesamt beinhaltet es ungefähr 28.000 Ausstellungsstücke aus ca. 50 verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaften und Technik. Auch heute noch dient das Deutsche Museum als Forschungseinrichtung und arbeitet mit der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München zusammen. Das Deutsche Museum ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Dies bedeutet, dass es Institution mit einer öffentlichen Aufgabe ist, die von der Bundesrepublik Deutschland getragen wird. Neben dem Hauptsitz des Deutschen Museums in München gibt es noch drei weitere Außenstellen. Dazu gehören das Verkehrszentrum in München, die Flugwerft in Oberschleißheim und das Deutsche Museum in Bonn. Insgesamt hat das Museum pro Jahr ca. 1,5 Millionen Besucher.

Ziel des Deutschen Museums ist es, Laien naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse verständlich und möglichst lebendig zu erklären. Besonders bei etwas größeren Kindern ist das Museum mit seinen Schautafeln und ausführlichen Modellen sehr beliebt. Im Kinderreich bekommen die Kinder auch die Möglichkeit auf spielerische Art und Weise Zugang zu technischen Problemen und Fragestellungen zu erhalten. Das Museum bietet in vielen Abteilungen Führungen an, an denen jeder Besucher ohne Voranmeldung teilnehmen kann. Eine der bekanntesten und spektakulärsten Vorführungen ist die des Faradayschen Käfigs. Die Hochspannungsanlage zeigt in Experimenten die Funktionsweise dieser Erfindung mit deren Hilfe ein Mensch einen Blitzeinschlag überleben kann.

Adresse:

Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München

Preise:

Erwachsene: 8,50 / Ermäßigt: 7 Euro
Kinder, Schüler, Studenten: 3 Euro
Familienkarte: 17 Euro


Öffnungszeiten:

Täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Deutsches Museum – Geschichte

Nach der Stiftung einer Sandbank an der Isar durch die Stadt München um ein Deutsches Museum zu bauen, wurde hauptsächlich auf das Betreiben von Oskar von Miller im Jahr 1906 der Grundstein für den Bau des Deutschen Museums nach Vorlage des Architekten Gabriel von Seidl gelegt. Die Bauarbeiten wurden erst 1909 begonnen. Insgesamt zog sich der Bau aber hin, denn auch zur Eröffnung 1925 waren die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Dies lag vor allem an der finanziellen Knappheit während und nach dem Ersten Weltkrieg. An der Fertigstellung des Museums war Oskar von Miller maßgeblich beteiligt, da er aufgrund seiner guten Kontakte in die Beton-, Ziegel- und Holzindustrie umfangreiche Materialspenden sammeln konnte.

Nach der Eröffnung ist das Deutsche Museum das größte und moderneste seiner Art und wird im Ausland vielfach kopiert. Höhepunkte waren die Weltneuheut des Projektionsplanetariums, das originalgetreue Bergwerk und begehbare Schiffdecks. Auch die Sammlung an U-Booten, Flugzeugen, Schiffen und Lokomotiven war beeindruckend.

1928 wird der Hauptbau des Museums um eine Bibliothek und eine Kongresshalle erweitert. Die Bibliothek ist bald gebaut, die Kongresshalle aber bleibt im Rohbau stehen. Erst auf betreiben der Nationalsozialisten, welche einen großen Saal für ihre Kundgebungen benötigen, wird der Bau fertiggestellt. Heute beinhaltet die Kongresshalle das „Forum der Technik“.

Gegen Ende des Jahres 1944 wird das Deutsche Museum bei einem Bombenangriff schwer getroffen. Ungefähr 80% der Gebäude und 20% der Exponate werden stark beschädigt oder sogar zerstört. Museumsmitarbeiter mussten dann die Ruinen vor Plünderern schützen, die Exponate aus dem Schutt befreien und wetterfest unterzubringen. Der Wiederaufbau des Museum begann aber direkt Anfang 1945, noch unter nationalsozialistischer Herrschaft. Die offizielle Wiedereröffnung fand 1948 mit der Abteilung Physik statt, auch wenn das Museum erst 1969 die Größe der Ausstellungsfläche vor der Zerstörung wiedererlangte. Alle Gebäude wurden möglichst originalgetreu wiederaufgebaut. 1983 gab es in Teilen der Ausstellungen Schifffahrt und Kraftmaschinen ein Feuer, das wertvolle Exponate zerstörte, da damals noch keine Rauchmelder oder gar eine Sprinkler-Anlage existierte, wurde das Feuer von einem Passanten entdeckt.

Im Jahr 2003 feierte das Deutsche Museum den 100. Geburtstag und eröffnet das Verkehrsmuseum in München.

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