Surfer am Eisbach

Surf and the City: Ganz in der Nähe der Prinzregentenstraße 1 neben dem Haus der Kunst schießt der Eisbach aus einem Tunnel unter einer Brücke empor ins Freie.

Die steinerne Verengung am Austrittsort sorgt für Stromschnellen, die nahezu ideale Bedingungen zum Wellenreiten schaffen. Ursprünglich durch einen Zufall entdeckt, entwickelte sich der Eisbach schnell zum Surferparadies und Anzugspunkt für Jung und Alt.

Die Spielregeln sind einfach: Gesurft wird der Reihe nach. Wer an der Reihe ist, lässt sich mit seinem Brett in den Bach gleiten und surft von einer Seite des Baches zur anderen und wieder zurück, bis er die Kontrolle verliert und ins Wasser fällt. Dann darf der Nächste ins Wasser. Nicht selten halten sich Surfer minutenlang auf dem Brett, bis die am Ufer stehenden Surfer ungeduldig werden und anfangen, auf ihre Bretter zu klopfen, um klarzumachen, dass sie auch endlich ins Wasser wollen.

An den Seitenufern des Baches und auf der Brücke bilden sich regelmäßig Gruppen von Zuschauern, welche die wagemutigen Wellenreiter gespannt beobachten und fotografieren. Besonders Kinder machen große Augen, wenn sie die Großstadtsurfer beim Wellenreiten beobachten. Wegen der Fließgeschwindigkeit der Wassermengen ist das Baden im Eisbach jedoch grundsätzlich verboten. Das Schauspiel kann jedoch fast ganzjährig beobachtet werden, da sich viele Surfer auch im Winter nicht vom Wellenreiten abbringen lassen.

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