Die Frauenkirche vom Alten Peter ausKaum ein Wahrzeichen Münchens erfreut sich größerer Beliebtheit als die Frauenkirche, die auch als Dom „Zu Unserer Lieben Frau“ bezeichnet wird. Im Auftrag von Herzog Sigismund erbaut, beeindruckt das imposante Bauwerk im spätgotischen Stil noch heute durch seine Höhe.

Die etwa 99 Meter hohen Zwiebeltürme der 1494 errichteten Kathedrale überragen die Gebäude der Münchner Altstadt und bieten Touristen eine Orientierungshilfe aus der Ferne. Obwohl der Nordturm nur einen Meter mehr misst als der Südturm, wird er häufig als deutlich höher wahrgenommen als der Südturm. Verantwortlich dafür scheint eine optische Täuschung zu sein. Zu ihrer einzigartigen Höhe verhalf dem Dom eine Verordnung der Stadtverwaltung, die die Errichtung von Gebäuden von über 100 Metern Höhe innerhalb der Innenstadt untersagt.

Den spektakulären Blick über die Dächer von München und das beeindruckende Alpenpanorama können Besucher von der Spitze des Südturms aus genießen. Aktuell ist der Aufstieg jedoch nicht möglich, da Fassade und Fenster von Grund auf saniert werden. Mit einem Ende der Arbeiten und der Wiedereröffnung des Turms ist voraussichtlich erst im Sommer 2013 zu rechnen.

Nichtsdestotrotz lohnt der Rundgang durch die Kirche selbst, denn schon im Eingangsbereich erwartet den Besucher eine erstaunliche Kuriosität. Am Boden unter dem Chor ist ein steinerner Fußabdruck mit einem Sporn am Ende der Ferse erkennbar. Hierbei handelt es sich um den berüchtigten „Teufelstritt“.

Der sagenumwobene Teufelstritt

Eine alte Sage über den Teufelstritt besagt, dass der Teufel einst wütend aus der Hölle hinaufkam, als er vom Bau der Kirche erfuhr. Mit der Absicht, das Gotteshaus zu vernichten, schlich er sich eines Nachts ins Innere der Kirche. Als er von seinem Standpunkt aus keine Fenster erkennen konnte, lachte er sich ins Fäustchen und stampfte triumphierend mit dem Fuß auf. Welcher Mensch würde eine Kirche ohne Fenster besuchen? In dem Glauben, die Kirche wäre noch vor ihrer Einweihung zum Scheitern verurteilt, zog er unverrichteter Dinge wieder davon.

Er sollte es bitter bereuen. Denn er hatte übersehen, dass die Sicht auf die Fenster von Säulen versperrt war an der Stelle, an der er stand. Erst am Tag der Einweihung, als unzählige Menschen die Kirche aufsuchten, wurde ihm sein Fehler bewusst. Doch da war es bereits zu spät, die Kirche war nun unantastbar. Aus Wut über diese Täuschung ließ er einen stürmischen Wind aufheulen, der an den Wänden der Kirchenwänden rüttelte, doch sie konnten dem Gotteshaus nichts mehr anhaben.

Adresse:

Der Münchner Dom
Frauenplatz 12
80331 München
Telefon 089 2900820

Öffnungszeiten:

täglich von 7.00 – 19.00 Uhr, Do bis 20.30 Uhr, Fr bis 18.00 Uhr

Domführungen:
1. Mai bis 29. September So, Di, Do um 14.00 Uhr, Dauer ca. 60 Minuten

Turmbesichtigung:
1. April bis 31. Oktober Mo-Sa 10.00-17.00 Uhr (aktuell leider nicht möglich)

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