Die Glyptothek in MünchenAls Glyptothek wird in München sowohl die Sammlung antiker griechischer und römischer Skulpturen, als auch das Gebäude am Königsplatz, in welchem die Sammlung untergebracht ist, bezeichnet.

Zur Sammlung gehören Skulpturen, Mosaike und Reliefs aus der archaischen bis hin zur spätrömischen Zeit, also von ungefähr 650 vor Christus bis ca. 550 nach Christus. Ergänzt werden die Ausstellungsstücke durch antike Vasenkunst, Bronzen und Goldschmuck der Antikensammlungen, die mit der Glyptothek als ein Museum zählen. Das Bauwerk ließ Kronprinz Ludwig, der später zu König Ludwig I. von Bayern gekrönt wurde, direkt am Königsplatz errichten. Der Bau wurde zwischen 1816 und 1830 vom Architekten Leo von Klenze geschaffen.

Die Glyptothek besteht aus dreizehn rechteckigen, runden oder quadratischen Sälen, welche um einen Innenhof angeordnet sind. Die Eingangshalle mit ihren zwölf hohen Säulen überragt die umliegenden Säle an Höhe. In den Außenwänden befinden sich in kleinen Nischen mehrere Statuen. Auf der Vorderseite der Glyptothek zum Königsplatz hin, sind dies Dädalos, Hephaistos, Perikles, Phidias, Prometheus und Hadrian.

Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde die Glyptothek zerstört. Der Wiederaufbau begann zwar bereits 1947, die Wiedereröffnung erfolgte aber erst 1972. Dabei wurden nicht alle ursprünglichen Elemente wiederhergestellt. So wurden unter anderem die durch Peter Cornelius gefertigten Fresken „Die Götter Griechenlands“ und auch der Assyrische Saal im Innenhof nicht wieder hergestellt.

Adresse:

Glyptothek München
Königsplatz
80333 München

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Donnerstags 10 bis 20 Uhr
Montags geschlossen

Preise:

Erwachsene: 3,50 Euro
Ermäßigt: 2,50 Euro
Sonntags: 1 Euro

Sammlung der Glyptothek

Die Sammlung, die Skulpturen, Reliefs und Mosaike bis ungefähr 550 nach Christus enthält, wurde zum Großteil vom König Ludwig I. angelegt, der bereits als Kronprinz mit dem Erwerb antiker Skulpturen begann. Auch die wichtigsten, ausgestellten Werke, der Barberinische Faun und die Giebelfiguren vom Aphaia-Tempel in Ägina, die auch Ägineten genannt werden, wurden bereits von Ludwigs Kunstagenten erworben.

Die Ausstellung untergliedert sich in vier verschieden Zeitabschnitte: Die Archaische Periode (700 bis 490 v. Chr.), Klassische Periode (490 bis 323 v. Chr.), Hellenistische Periode (232 bis 146 v. Chr.) und die Römischen Skulpturen (150 v. Chr. bis 550 n. Chr.) Weitere Werke aus der Glyptothek, neben den bereits oben genannten, sind:

  • Münchner Kourus
  • Apoll von Tenea
  • Bildnis des Homer
  • Statue des Diomedes
  • Medusa Rondanini
  • Knabe mit der Gans
  • Die trunkene Alte
  • Jünglingskopf aus Bronze
  • Römische Büsten von Kaiser Augustus und Nero
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