Der Englische Garten hat viel zu bieten, mit eins der schönsten Bauwerke in diesem Park ist unter anderem der Monopteros, der zur Ehrung von bayerischen Persönlichkeiten erstellt wurde. Der aus Kalkstein erbaute Rundtempel besitzt ein etwa 15 Meter hohes Fundament, welches aus Ziegeln erbaut wurde, dieses wurde künstlich aufgeschüttet, so dass ein Hügel entstand. Der Tempel an sich ist 16 Meter hoch. Auf Grund seiner Lage, eignet sich der Ort gut für einen Blick über München und seine Skyline.

Die Idee kam bereits 1807 von Friedrich Ludwig Sckell auf, sein Enkel, Carl August Sckell, trug die ästhetische und anspruchsvolle Idee dem König Ludwig I. vor. Mit den Bauarbeiten wurde, nach dessen Beschluss, erst ein Jahr später also 1832 begonnen. Die Fertigstellung dauerte ca. vier Jahre und 1936/37 wurde der Monopteros fertiggestellt.

Der Rundtempel wurde nach griechischem Stil erbaut, er geht auf den Entwurf von Leo von Klenze zurück und besteht aus Kelheimer Kalkstein. Der Monopteros musste mehrfach restauriert werden: Erstmals 1898, dann, aufhrund der Kriegsschäden von 1944, in den Jahren 1952/1953. 1980–1982 wurde er bis dato das letzte Mal restauriert und ist seitdem gut erhalten.

In den 60ger Jahren ist der Tempel auf Grund von Hippies und Gammlern in Verruf geraten und war auch unter dem Namen Hasch-Tempelchen bekannt. Die Schönfeldwiese zwischen dem Monopteros und dem Seehaus wurde von vielen Anhängern der Freikörperkultur sehr geschätzt. Damals galt dies als Skandal, heute gilt dieser Bereich des Englischen Gartens als Zeichen der Weltoffenheit der Millionenstadt München.

Der Monopteros ist heute neben dem Chinesischen Turm, das wohl bekannteste Wahrzeichen des Englischen Gartens und zieht jedes Jahr tausende von Besuchern an.

An schönen Sommertagen spielen hier Freizeitmusiker und man kann den Sonnenuntergang über der Münchner Skyline erleben.

Im Winter treffen sich hier viele Familien und vor allem Kinder, welche den Hügel zum Schlittenfahren benutzen. Ein wenig Vorsicht ist aber geboten, denn bei dem Andrang kommt es schon mal zu Zusammenstößen.

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