Eingang Paulaner am Nockherberg

Das Paulaner am Nockherberg liegt zwischen den Münchner Stadtteilen Giesing und Au. Bekannt sind das Restaurant, der zugehörige Biergarten und die Paulaner Brauerei vor allem durch das jährlich stattfindende Starkbierfest im März.

Der Begriff „Nockherberg“ wird dabei oftmals gleichbedeutend mit dem Fest verwendet. Der Beginn des Starkbierfests und des sogenannten „Salvator-Ausschank“ ist die Starkbierprobe. Das Besondere hierbei ist, dass traditionell viele bayrische Landespolitiker, aber auch Bundespolitiker daran teilnehmen und die dort gehaltenen Spott-Reden auch im Fernsehen übertragen werden. In diesen Reden wird meist kein gutes Haar an den Politikern gelassen. Aber es ist auch eine Ehre, das Thema einer solchen Spott-Rede zu sein, da es zeigt, dass dieser Politiker wichtig genug dafür ist.

Das heutige Paulaner am Nockherberg wurde erstmals 1861 als „Zacherl-Keller“ eröffnet. Der Biergarten des Paulaner am Nockherberg, auch „Paulaner Garten“ genannt, wurde erst 2003, nach langem Umbau, wiedereröffnet und bietet den Besuchern insgesamt 2.500 Sitzplätze. Viele alte Bäume spenden den Besuchern Schatten und ermöglichen so auch gemütliche Aufenthalte im Hochsommer. Mitten im Paulaner Garten befindet sich auch der „Paulaner Brunnen“, den viele vielleicht bereits aus der Paulaner-Werbung kennen. Seit dem Umbau des Biergartens gibt es dort auch einen schönen Kinderspielplatz.

Adresse:

Paulaner am Nockherberg
Hochstraße 77
81541 München

Preise:

Maß Bier: 7,80 Euro
Obazda: 7,50 Euro
Große Brezn: 3,40 Euro


Öffnungszeiten:

Montag bis Sonntag 10.00 bis 01.00 Uhr

Bier:

Paulaner natürlich

Starkbierfest am Nockherberg

Das Starkbierfest findet jedes Jahr während der Fastenzeit im Paulaner am Nockherberg statt und dauert 17 Tage. Dieser Starkbierausschank fand seinen Ursprung in einer Ordensregel der im Kloster Neudeck ansässigen Paulaner-Mönche. Die Kost der Mönche war damals allgemein eher einseitig und daher benötigten diese gerade während der streng eingehaltenen Fastenzeit eine nahrhafte Stärkung, also Bier, welches das Fasten nicht brach und trotzdem sättigte.

Zu Beginn des Starkbierfests findet immer die Bierprobe statt. Die erste Maß nach dem Anstich, welche früher dem Kurfürsten zustand, erhält seit den 60er Jahren der bayrische Ministerpräsident. Traditionell überreicht der Chef der Brauerei den Krug mit den Worten: „Salve pater patriae! Bibas, princeps optime!“, also zu Deutsch: „Sei gegrüßt, Vater des Vaterlands! Trinke, bester Fürst!“. Heutzutage muss der Ministerpräsident aber nicht mehr die traditionelle Salvatorprobe durchführen, denn nach dieser galt das Fastenbier erst als stark genug, wenn einen Bank, über welche das Bier verteilt worden war, nach dem Aufstehen an der Lederhosen kleben blieb.

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