Das Karlstor am StachusDer Karlsplatz – von Einheimischen „Stachus“ genannt – ist einer der ältesten und größten Plätze Münchens. Er eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt, um eine Besichtigungstour durch die Altstadt zu starten.

Fast immer herrscht am Stachus ein reges Treiben. An sonnigen Tagen wimmelt es nur so von Menschen. Dann finden sich hier unzählige Touristen ein und schießen Schnappschüsse von der eindrucksvollen Kulisse am Platz. Angelegt als Rondell, sind die halbkreisförmigen Bauten am Stachus ein beliebtes Foto-Motiv. Der italienische Baustil erinnert an längst vergangene Tage und strahlt einen Hauch von Nostalgie aus. Im Sommer beobachtet man immer wieder Besucher, die sich im kühlen Nass des großen Brunnens mit erfrischen.

Vor der Einrichtung einer Fußgängerzone bis zur Neuhauser Straße, war der Stachus einer der am stärksten befahrenen Plätze Münchens. Aus dieser Zeit stammt auch die Redewendung „Hier geht’s ja zu wie am Stachus“, die noch heute im Zusammenhang mit verkehrsreichen Gegenden verwendet wird.

Wer das nur wenige Schritte entfernte Karlstor durchquert, findet in der Neuhauser Straße ein wahres Einkaufsparadies. Die Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Geschäften und Kaufhäusern lädt zum Bummeln ein. Die Einkaufsstraße geht nach etwa 350 Metern über in die Kaufinger Straße und führt direkt zum Marienplatz und zum Neuen Rathaus.

Geschichte

Ursprünlich wurde der Karlsplatz nach dem Kurfürsten Karl Theodor benannt. Wegen seiner pfälzischen Herkunft war dieser bei den bayerischen Einwohnern der Stadt jedoch nicht sehr beliebt. Aus diesem Grund bildete sich Mitte des 18. Jahrhunderts ein neuer Name heraus, der bereitwillig von den Münchnern übernommen wurde: der Stachus. Diese Bezeichnung verdankt der Platz einem Gastwirt namens Mathias Eustachius Föderl, der seit 1728 Inhaber der dort gelegenen Gastwirtschaft „Stachus-Garten“ war.

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