Die Theatinerkirche am OdeonsplatzDie Stiftskirche St. Kajetan, besser bekannt als Theatinerkirche, war einst katholische Hofkirche der Wittelsbacher und Ordenskirche zugleich. Sie verdankt ihren Namen dem heiligen Kajetan von Thiene (1480-1547) und dem von ihm gegründeten Theatinerorden, der bis zum Jahr 1801 zu ihr gehörte.

Aus Dankbarkeit über die Geburt ihres ersten Sohnes und lang ersehnten Thronfolgers, Max Emanuel, beauftrage das bayerische Kurfürstenpaar, Henriette von Savoyen und Ferdinand Maria, im Jahre 1662 den Bau der Theatinerkirche. Als erstes Gotteshaus im deutschsprachigen Raum wurde sie im Stil des italienischen Spätbarrock errichtet. Über zwei Jahrzenten später wurde sie im Jahre 1688 durch den Hofbaumeister, Enrico Zuccali, vollendet.

Die Hofkirche der Wittelsbacher sollte ihren Herrschern, darunter Max Josef I. und Max II., zu Lebzeiten als Ort der Besinnung dienen und nach ihrem Tod als letzte Ruhestätte. Neben der Fürstengruft in der Theatinerkirche finden sich weitere Grabstätten in der Jesuitenkirche St. Michael und der Frauenkirche.

Architektur der Theatinerkirche

Noch heute beeindruckt die ehemalige Hof- und Ordenskirche mit ihrer ornamentalen Fassade und den zahlreichen Rokoko-Elementen Touristen und Kirchenbesucher gleichermaßen. Neben der Feldherrnhalle und Residenz ist sie eine der zentralen Attraktionen am Odeonsplatzes und unerlässlicher Bestandteil jedes Stadtrundgangs. Den Höhepunkt einer Besichtigung bildet das Innere der Kirche mit den aufwändigen barocken Stuckverzierungen sowie dem prunkvollen Altar.

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